Definition:
Derrickkran ist die Bezeichnung für einen Kran, der zum Stocken von Mastkonstruktionen verwendet wird. Er wird auch Gittermastkran genannt. Der Name stammt von dem englischen Henker Thomas Derrick.
Der Derrickkran ist ein stationärer Kran, der sich zum Heben schwerster einzelner Lasten eignet. Dieser Kran wird nur in speziellen Fällen wie beim Freivorbau von Stahlbrücken oder beim Bau von Hochhäusern in Stahlskelettbauweise eingesetzt. Ein weiteres Einsatzgebiet waren Natursteinbrüche, in denen Derricks Steinblöcke von bis zu 30 t heben. (Beispiele: belgische Blaustein-Brüche und Marmorsteinbrüche in Carrara). Derricks sind in Steinbrüchen weitestgehend durch Radlader ersetzt worden. Kleinere Exemplare finden sich gelegentlich noch in Stein- oder Holzsägewerken. Er wird auch als Dreibockkran bezeichnet.“
Zum Bau eines Derrickkran in HO für unsere Clubanlage waren vier Bausätze des Kibri Turmdrehkrans notwendig.
Basis:
Ich habe hier jeweils zwei Dreiecks-Elemente hintereinander geklebt und erreiche damit eine Basislänge von 232 mm. Die Überstände an beiden Seiten werden noch um 3 cm verbreitert, um Ballastgewichte zur Stabilisierung aufzunehmen.
Die Seiten der Basis werden auf Gehrung geschnitten und verklebt. Anschießend werden die Betonstützen angebracht.

Basis des Krans
Stützmasten:
Sie werden aus je drei rechteckigen Turmteilen und zwei Spitzen gefertigt. An jeder Spitze werden 2 cm lange M 1,5 mm Schrauben eingeklebt, die später mit Hilfe von gebogenen Lötösen die Stützen mit dem Turm zusammen halten. Für die Verankerung der Stützen auf der Basis dient ebenfalls eine M 1,5 mm Schraube.

oberes Ende einer Stütze (links) und des Turms
Turm:
Der drehbare Turm setzt sich je nach Aufgabe aus mindestens 2 – 3 rechteckigen Gittermasten zusammen. Er wird auf einen drehbaren Aluteller (Eigenbau) platziert,. Aus Teilen der Restekiste werden nun Führungswinkelprofile zur Stabilisierung des Turms gesetzt. Am oberen Ende verjüngt sich der Turm mittels der im Bausatz befindlichen Spitze. Dort wird ebenfalls eine M1,5 Schraube eingeklebt, die später mit den beiden Stützen verschraubt wird.

unterer Teil des Drehturms
Um den Turm drehen zu können wird unter der Bodenplatte ein Getriebemotor angebracht, dessen Drehachse aufgebohrt wird. Durch diese Bohrung kommen später die beiden Seile für das Heben und Senken der Flasche, als auch für die Bewegung des Auslegers. Auf diese Achse (M5) wird der Aludrehteller mit einem Durchmesser von 3,5 cm gesteckt.

Drehmotor des Turms mir aufgebohrter Achse
Als Abdeckung darauf kommt die Grundplatte der Steuerkabine aus dem Bausatz. Eine Vierkantmutter auf dieser Achse wird mit Plastikplatten so aufgedoppelt, dass sie sich passgenau in den Drehmast einfügt und so die Drehbewegung ermöglicht.
Ausleger:
Er besteht ebenfalls aus viereckigen Gittermastelementen. An seiner Spitze wird aus Polystyrolplatten der Kopf gebaut. Er sitzt auf einem Gittermastelement und leitet das Seil vom Auslegerinneren an die Spitze weiter.

Dort werden 2 – 4 Rollen von Krick mit 6mm Durchmesser auf eine Achse gesetzt, die die Last des Hackens tragen. Am anderen Ende des Kopfs werden 2 Rollen angebracht, die mittels Seilen an einer Flasche in der Turmspitze das Heben und Senken des Auslegerarms ermöglichen.
Weil der Auslegerarm ziemlich lang ist, wird er mit Hilfe eines Zwischenseiles, das über eine Rolle mit der Turmspitze verbunden ist, das Durchbiegen verhindert.
Seilführung:
Bei der geeigneten Seilsuche wurde ich in einem Angler-Shop fündig.
Weil die Umlenkung der Seile einen relativ großen Reibungswiderstand bewirken
ergibt sich bei meinem Flaschenzug mit vier Seilen ein Mindestgewicht von ca. 100 Gramm. Leider gibt es in diesem Maßstab kein Material für die Flasche, die dieses Gewicht erreicht.

Nun ist der Kran fertig. Was noch fehlt ist das Maschinenhaus, das aus Wellblech zusammengebaut und gealtert wird.

Zum Steuern des Kran dient ein umgebauter Joystick, der sämtliche Funktionen übernimmt.